Zürcher Denkmalpflege 20. Bericht 2009-2010

Zürcher Denkmalpflege 20. Bericht 2009-2010
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Der vorliegende 20. Band der Reihe Berichte der Zürcher Denkmalpflege vermittelt ein breites Spektrum der Tätigkeit der kantonalen Fachstelle in den Jahren 2009-2010. In diesem Zeitraum gelang es, die Restaurierungsarbeiten bei einer stattlichen Anzahl bedeutender Zürcher Baudenkmäler erfolgreich abzuschliessen. Der berwiegende Teil wurde mit namhaften Finanzmitteln aus dem eigens dafür eingerichteten Fonds unterstützt. Den Auftakt bilden zwei Artikel, einerseits der Beitrag «Historische Verkehrswege – Auch eine Aufgabe für Archäologie und Denkmalpflege», der u.a. die Methoden des 2010 vom Bundes rat festgesetzten Inventars der historischen Verkehrswege veranschaulicht, anderseits unter dem Titel «Die Webmaschinen im Neuthal – Lebenszyklen einer Sammlung» eine Abhand lung zur deutung und zur 2010 erfolgreich abgeschlossenen Überführung der Sammlung von Rüti ins Neuthal. Das Schwergewicht dieses Bandes nehmen die 37 ausführlichen Objektbeiträge mit bauhistorischer Zeittafel, Renovations- und Restaurierungsberichten sowie einem Dokumentations- und Quellenanhang ein. Einen eindeutigen Schwerpunkt stellen diesmal die sieben vorgestellten Objekte aus der Stadt Winterthur dar, so das Haus «Zur Geduld» und die Villa «Am Römerholz» mit spannender Querverbindung durch den Kunstsammler Oskar Reinhart oder das geschichtsträchtige Schloss Wülflingen. In wacher Erinnerung ist der verheerende Brand des Zürcher Zunfthauses «Zur Zimmerleuten» am 14. November 2007; die aufwändige Wiederherstellung – verbunden mit baugeschichtlichen Erkenntnissen und überraschenden Entdeckungen – gelangen ausführlich zur Darstellung. Der typologische Querschnitt reicht von unscheinbaren Infrastrukturbauten wie dem Quellwasser-Reservoir Steinacker in Ossingen bis zu grossen Ensembles wie der ehemaligen Baumwollspinnerei Oberkempttal in Illnau-Effretikon oder der Schulanlage in Wetzikon. Verschiedene Kirchen (Oberrieden, Stallikon) und Pfarrhäuser (Eglisau, Gossau, Maschwanden) stehen neben bedeutenden Bauern- und Bürgerhäusern (Gossau, Männedorf, Russikon, Wädenswil) oder früheren Gewerbebauten (Andelfingen). Ebenso gross ist die zeitliche Bandbreite der Gebäude, die vom späten Mittelalter bis in die Zeit nach 1970 reicht. Eine Anzahl Objekte vertreten das 20. Jahrhundert, darunter die Turnhalle «Platte» in Thalwil, die bemerkenswerte Schul anlage Rümelbach in Rümlang oder als Spezial fall das keramische Wand bild «Zeitmessung Sonne», dessen Rettung und Überführung von Küsnacht nach Männedorf gelang Schliesslich ist aber auch eine Reihe von Verlusten zu beklagen, von denen die unsinnige Brandzerstörung der knapp 200-jährigen Holzbrücke in Opfikon oder der Abbruch von zwei historisch bedeutenden Profanbauten (Maur, Wiesendangen) genannt seien.

Zürcher Denkmalpflege, 20. Bericht 2009-2010, 21 x 29,7 cm, 384 Seiten, reich illustriert

Zusatzinformation

ISBN 978-3-906299-62-4
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